Familien und Berufsbildung stärken!
10. Februar 2026 – Medienmitteilung Die Mitte für die Kantonsratssession vom 11. Februar 2026
Motion M 15/25: Familien stärken mit Steuergutschrift:
Die vorliegende Motion verlangt, Familien mit einer Steuergutschrift von 240 Franken pro Jahr und minderjährigem Kind zu entlasten. „Die Motion entlastet alle Familien, unabhängig vom Betreuungsmodell und unabhängig von der Berufstätigkeit der Eltern“, betont Carla Wernli-Crameri, Kantonsrätin Die Mitte Altendorf. Die Motion drückt Wertschätzung für die Familienarbeit aus und stärkt die Kaufkraft. Bei der direkten Bundessteuer existiert bereits ein vergleichbares Verfahren, die Vollzugsbedenken des Regierungsrates wirken gesucht. Die Mitte unterstützt die Motion mehrheitlich.
Interpellation I 24/24: Advance Practice Nurses im Kanton Schwyz:
Mit ihrer Interpellation fordert Andrea Burtschi, Kantonsrätin Die Mitte Schübelbach, dass sich das Gesundheitssystem dem Wandel in der Gesellschaft anpasst und innovative Versorgungsmodelle ernsthaft geprüft werden. Advanced Practice Nurses (APN) könnten einen entscheidenden Beitrag leisten, um Haus- und Kinderarztpraxen zu entlasten und die Versorgung trotz Ärztemangel langfristig zu sichern. Die Antwort der Regierung zeigt, dass das Potenzial anerkannt wird, doch fehlen weiterhin die rechtlichen Grundlagen, um APN im Kanton Schwyz wirksam einzusetzen. Burtschi betont, dass der Kanton bereit sein muss, sobald der Bund die nötigen Rahmenbedingungen schafft, damit moderne und bedarfsgerechte Versorgung Realität werden kann.
Postulat P 14/25 Lehrbetriebe im Kanton Schwyz stärken – gezielte finanzielle Unterstützung für die duale Berufsbildung.
«Die Lehrlingsausbildung verursacht zeitlich wie finanziell immer mehr Aufwand» sagt Mitte-Kantonsrat und Lehrlingsausbildner Bernhard Reichmuth, Schwyz. Die Mitte will sich darum für eine gezielte Stärkung der Lehrbetriebe im Kanton einsetzen. Sie fordert die Regierung mit ihrem Postulat auf, zusammen mit der Wirtschaft und den Berufsverbänden konkrete weitere Unterstützungsmodelle zu entwickeln, um die duale Berufsbildung noch mehr als bisher finanziell zu entlasten und zu fördern. Steuerliche Abzüge oder Fondsmodelle werden abgelehnt, da diese rechtlich heikel sind und Betriebe benachteiligen, welche trotz Bemühungen keine Lernenden finden. Der Regierungsrat sieht in seiner Antwort die Wichtigkeit zusätzlicher Unterstützungsmassnahmen für Lehrbetriebe und beantragt dem Kantonsrat das Postulat P 14/25 als erheblich zu erklären. Die Mitte schliesst sich diesem Antrag einstimmig an.
Frühfranzösich auf Sekundarstufe verschieben (P 5/25):
Un grand nombre du parti du centre du canton est pour le déplacement du français de l’école primaire à l’école secondaire, mais il veut attendre aussi les directions des autres cantons de la Suisse centrale pour faire une démarche commune et ne pas rester isolé.
Wiedergutmachung für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen: Empathielose Antwort des Regierungsrates (I 17/25):
Im Mai 2025 haben sämtliche Fraktionspräsidenten eine Interpellation eingereicht. Sie wollten wissen, welche Haltung der Regierungsrat zur Ausrichtung eines kantonalen Solidaritätsbeitrages für die von unermesslichem Leid betroffenen Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen hat, die bis 1980 durchgeführt wurden. Der Regierungsrat schreibt in seiner Antwort vom 4. November zwar, dass er das grosse Leid und Unrecht ausserordentlich bedauert. „Im weiteren Verlauf der Antwort lässt der Regierungsrat aber jegliche Empathie vermissen“, kritisiert Stefan Langenauer (Wollerau, Fraktionspräsident). Der Regierungsrat legt in verwaltungstechnischer Manier detailliert dar, wie aufwändig die notwendigen Abklärungen für die Ausrichtung eines Solidaritätsbeitrages seien. Er betont, dass kantonale Solidaritätsbeiträge dazu führen würden, dass nicht alle Betroffenen schweizweit gleichbehandelt würden. Er erläutert den Stand der Forschung; eigene Forschung könne sich der Kanton Schwyz hingegen mit den bestehenden Ressourcen nicht leisten. Er führt einige Ideen für mögliche Formen der Erinnerung an, die umgesetzt werden könnten. Die Mitte Schwyz vermisst in der Antwort des Regierungsrates etwas vollständig: empathische Führung! Der Regierungsrat ist offensichtlich nicht gewillt, von sich aus etwas Konkretes zur Heilung der Wunden des gesellschaftlichen Versagens der Jahre 1950-1980 zu unternehmen. Das ist sehr bedauerlich. Wir laden alle Fraktionen des Kantonsrates ein, der Regierung einen expliziten Auftrag zur Wiedergutmachung zu erteilen.
Sprachkonflikte in der Volksschule (P 12/25):
Die Mitte unterstützt dieses Postulat. Die Massnahmen dagegen umfassen: stärkere Einbindung der Eltern in die Frühförderung, einen verpflichtenden Deutsch-Einstufungstest vor dem Kindergarten nach Besuch von Förderangeboten, regelmässige Sprachstanderhebungen während der Schulzeit sowie gezielten Förderunterricht für Kinder mit ungenügenden Deutschkenntnissen. «Ziel ist es, Sprachkenntnisse, Chancengleichheit und Unterrichtsqualität zu verbessern», sagt Remo Di Clemente, Mitte-Kantonsrat, Steinen.
Postulat P 19/25: Wie weiter mit der integrativen Förderung an der Volksschule: Die Mitte lehnt das Postulat P 19/25 grossmehrheitlich ab. Das Postulat fordert die Prüfung einer eigenen – kantonalen – Institution; also eine Kantonalisierung. Seit 2025 können die Gemeinden selber Förderklassen führen. «Bevor eine Kantonalisierung thematisiert oder gar das integrative System hinterfragt werden soll, müssen die Gemeinden eigene Fördergefässe prüfen», sagt, Matthias, Kessler, Kantonsrat Die Mitte, Ingenbohl.
